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Alles über Pollen: Wie sammelt man ihn, wie wird er verarbeitet und warum ist er eigentlich so wertvoll?

Alles über Pollen: Wie sammelt man ihn, wie wird er verarbeitet und warum ist er eigentlich so wertvoll?

02. 11. 2015

Die Pollen sind nicht nur ein unangenehmer Teil des Frühlings, der die Allergiker dazu bringt, sich nicht in der Natur aufzuhalten. Sie sind vor allem eine wertvolle Substanz, ohne welche die Bienen nicht überleben könnten. Und wo es keine Insekten gibt, gibt es bald auch kein Leben mehr.

Zusätzlich zu dem Nährwert des Pollens hat er auch viele andere vorteilhafte Effekte auf den menschlichen Organismus. Seine Zusammensetzung ist immer noch nicht genau bekannt, aber durch die Forschung wird wohl noch viel mehr herausgefunden. Wie der folgende Artikel zeigt, können die Pollen in viele Arten unterteilt werden. Ihre Zusammensetzung hängt auch von ihrem Alter und dem Ort, an dem sie gesammelt werden, ab. Es ist ohne Übertreibung eine ganz komplizierte Sache.

Viele Arten von Pollen

Náš tip

Woran erkennen wir die Art des Pollens?

Ganz einfach – durch seine Farbe. Weiß-grauer Pollen stammt von Himbeeren und Schwarzbeeren, grau-grüner vom Mohn, blauer von Rainfarn-Phazelie und der Bienenzucht. Die Art und das Alter bestimmen dann, wie er schmecken wird.

Wir lesen oft die Bezeichnung Blütenpollen – dieser Begriff ist aber allgemeingültig. Blütenpollen werden in zwei Haupttypen unterteilt, nämlich „Perga“, auch Bienenbrot genannt, und frischer Pollen.

„Perga“ ist ursprünglich ein russischer Begriff und steht für Waben-Pollen. Von dem frischen Pollen unterscheidet er sich dadurch, dass er bereits von den Bienen verarbeitet wurde, leicht verdaulich ist und nach Expertenstudien keine allergischen Reaktionen verursacht. Deswegen ist er teurer.

Die Bienen verarbeiten den Pollen so, dass sie bereits bei der Sammlung die einzelnen Körner zu einer Masse, die Pollenballen genannt wird, zusammendrücken. Sie haben die Pollenballen wahrscheinlich schon mit eigenen Augen gesehen, es sind längliche Balken, die an den Hinterbeinen der Bienen hängen. Die Bienen sammeln sie in sogenannten Körbchen und schütteln sie mit Hilfe eines Dornes auf dem zweiten Paar Beine ab.

Und wie sammelt die Biene den Pollen ? Sie fliegt von Blume zu Blume und die Haare ihres Felles, die wie kleine Bäumchen verzweigt sind, erfassen die winzigen Körner des Pollens. Die Biene bürstet den Pollen von den Beinen ab und bearbeitet ihn mit dem sogenannten Pollenschieber, der sich auf dem dritten Paar ihrer Beine befindet. Dann fügt sie den Gehalt des Honigbeutels und ihrer Drüsen hinzu und bildet daraus einen Pollenballen. Sie trägt diesen dann in den Bienenstock.

Die Bienen stecken die Pollenballen in eine Zelle im Bienenstock und lassen sie von anderen Bienen im Alter von 4–6 Tagen behandeln. Diese Bienen schlagen den Pollen mit ihren Köpfen zusammen, so dass er keine Luft mehr enthält, und fügen ein Sekret aus ihren Drüsen hinzu. In diesem Zustand beginnt anschließend die Milchsäuregärung, während derer der Schutzmantel der Pollenkörner platzt.

Auf diese Weise ensteht erst frischer Pollen und anschließend „Perga“. Diese sehr anspruchsvolle Produktionskette wird von den Bienen durchgeführt, so dass der Pollen gut erhalten ist und lange genutzt werden kann.

Der Pollen in diesem Zustand wird „Bienenbrot“ genannt. Ohne ihn wären die Bienen überhaupt nicht in der Lage, zu überleben.

Náš tip

Ein wenig Statistik

Eine Biene fliegt 4–6 Mal pro Tag hin und her, ein Paar der Pollenballen sammelt sie innerhalb von zwanzig bis achtzig Minuten. Die zwei Pollenballen wiegen 8–25 mg und enthalten eine unglaubliche Menge von 3-4 Millionen der Pollenkörner. Eine Pollen-Zelle genügt für die Aufzucht von zwei jungen Bienen. Während des Frühjahrs verbraucht eine Kolonie ungefähr 5–6 kg von Pollen.

Bienen lernen schnell

Der frische Pollen wird auf folgende Weise verarbeitet:

  • Um den frischen Pollen abzunehmen, muss der Imker speziell angepasste Bienenstöcke haben, in welchen sich ein sogenannter Pollenfänger befindet. Ein Pollenfänger besteht aus einem Abnahmegefäss und einem Gitter in Sternenform. Der Pollenfänger wird hinter den Eingang des Bienenstöckes gestellt und jede Biene muss durch ihn durchkrabbeln. Die Pollenstücke werden dadurch abgerieben und fallen in ein Sammelgefäss. Die Gefässe werden täglich entleert und der gesammelte Pollen wird in 40 °C warmer Luft getrocknet und gereinigt. Weil der Pollen hydroskopisch ist, d.h. die Luftfeuchtigkeit aufsaugt, enthält er kurz nach der Sammlung ungefähr 20 % Wasser.

Es ist sehr interessant zu beobachten, wie empfindsam die Bienen sind und wie sie Schritt für Schritt lernen, durch den Pollenfänger eine maximale Menge vom Pollen durchzubringen. Daran merkt man, wie wertvoll der Pollen für die Bienen ist.

Den Perga-Pollen zu erwerben, ist viel komplizierter. Es gibt zwei Methoden:

  • Bei der ersten Methode wird ein sogenannter Ausstecher benutzt. Es ist eine dünne Röhre mit dem gleichen Durchmesser wie eine Bienenzelle, innen mit einem dünnen Draht versehen. Der Ausstecher wird in die Zelle mit dem Pollen hineingesteckt, dann mit dem Pollen gefüllt und wieder herausgezogen. Der Pollen wird schliesslich mit Hilfe des Drahts in ein Sammelgefäss entleert.
  • Die zweite Methode ist einfacher, kann aber nur bei solchen Waben benutzt werden, die noch ein nicht entwickeltes Bienen-Embryo enthalten. Solche Waben können in den Gefrierschrank gestellt werden. Eine gefrorene Wabe wird sehr zerbrechlich, zerkrümmelt leicht, wodurch es dann einfach wird, den Pollen zu sammeln. Eine Bienen-Kolonie verbraucht 25–40 kg von Pollen pro Jahr. Der Pollen wird von jungen, 15–17 Tage alten Bienen in den Bienenstock gebracht. Diese Bienen sind nur ein paar Wochen in der Lage, den Pollen zu sammeln. Dann werden ihre Flügel lahm und die Bienen sterben durch Erschöpfung.

Eine Biene sammelt nur 30–50 mg von Pollen pro Tag. 25 kg zu sammeln ist deswegen ein sehr anspruchsvoller Prozess.

Und noch eine weitere interessante Information: weder die Königin noch die Drohnen können den Pollen verdauen. Sie bekommen den Pollen von den jungen Bienen in Form von Gelee Royale.

Pollen als ein Cocktail von unterschiedlichen Substanzen

In dem Blütenpollen finden wir eine riesige Menge von Proteinen, Eisen, Kalzium und Phosphor. Er enthält auch kleinere Mengen von Kalium, Magnesium, Chlor, Kupfer, Kobalt, Silizium und Natrium.

Der Pollen kann aufgrund des Vorhandenseins von ungesättigten Fettsäuren, Aminosäuren und unzähligen Vitaminen die Haut und die Schleimhäute gesund erhalten. Er fördert das Wachstum der Haare und unterstützt auch die Bildung von Blutzellen und die Durchlässigkeit der Blutgefäße. Seine Zusammensetzung ändert sich allmählich während seines Reifeprozesses.

Daher ist der Pollen ideal für:

  • die Reduzierung hohen Blutdrucks
  • die Reduzierung eines erhöhten Cholesterinspiegels im Blut
  • die Unterstützung der Produktion von roten Blutkörperchen
  • den Aufbau von Knochen, Zähnen und Nerven
  • einen guten Stuhlgang
  • die Prävention und Behandlung von Prostata-Erkrankungen
  • die Behandlung von Infektionen der oberen Atemwege
  • die Heilung von Nervenerkrankungen
  • die Linderung von Verdauungsproblemen

Und wie wird der Pollen genutzt?

Kleine Mengen des Pollens können ohne weitere Veränderungen verzehrt werden. Es wird empfohlen, 1 bis 3 Teelöffel des Pollens pro Tag einzunehmen. Bei Kindern und als Prävention wird die Hälfte der Dosis empfohlen. Wenn Sie unter niedrigem Blutdruck leiden, ist es ideal, den Pollen am Abend vor dem Einschlafen einzunehmen.

Pollen kann auch zusammen mit Wasser oder kaltem Tee oder in Joghurt oder Honig eingemischt verzehrt werden. Er darf jedoch nicht in aufgewärmte Lebensmittel eingemischt werden – dadurch wird der Inhalt der Vitamine verringert. Bei Nierenerkrankungen, Krebs und in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft ist es nicht empfehlenswert, Pollen zu verzehren.

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